Sucker Punch
05.04.2011
| Sucker Punch ist ein interessanter Film. Auf den ersten Blick ein sehr sinnfreier Film voller Gewalt. In mehreren aneinandergereihten Szenen sieht man leicht bekleidete Mädchen Heerschaaren von irgendwelchen Gegnern dahinmetzeln. So gesehen ein dummer Trash-Film für den sich nicht lohnt Geld auszugeben. Der zweite Blick auf diesen Film lässt ihn wie ein Kunstwerk aussehen und versucht unsere kommerzielle Gesellschaft auf die Schippe zu nehmen - durch Ironie, so wie der Macher selbst sagt. Zack Snyder hat mit 300 und Watchmen schon neue Maßstäbe im Kino bzw. für den Film gesetzt. Schaut man genauer auf die drei bzw. vier hauptsächlichen Kampf- bzw. Gewaltszenen lassen sich durchaus intertextuale Bezüge zu anderen Medieninhalten finden. So beginnt beispielsweise eine Szene mit einer Vogelperspektive auf eine Burg, die keinen Zweifel zu einer Ähnlichkeit mit "Herr der Ringe" übrig lässt. Als die Gegner dann noch hunderte Orks sind ist der Bezug völlig klar. Weitere Bezüge werden hergestellt zu "I Robot", "Terminator" und sogar zum Computerspiel "Unreal Tournament" lässt sich ein Bezug bzw. ein Zitat herstellen. Die Gewalt ist im gesamten Film durchaus überzeichnet und es fließt nicht ein echter Tropfen Blut in eben jeden Gewaltszenen. Aus meiner Sicht ein durchaus sehenswerter Film, wenn man offen ist für Medienkritik und intertextuale Bezüge im Film. |